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V.

Neben ihr sieht man Aithra, die Mutter des Theseus, mit geschorenem Haupte, als Zeichen der Knechtschast, und Demophon, den Sohn des Theseus, in nachdenklicher Stellung. Wahrscheinlich überlegt er, wie er Aithra in Freiheit setzen will. Er hatte den Agamemnon darum gebeten, der es ohne Beistimmung der Helena nicht gewähren wollte. Vermuthlich steht Eurybates bei Helena, diesen Austrag auszurichten.

Vl.

Aus derselben Linie sieht man gesangene, höchst betrübte Trojanerinnen. Andromache, ihren Sohn am Busen, auch Medesikaste, eine natürliche Tochter des Priamos, an Jmbrios verheirathet. Diese beide Fürstinnen sind verschleiert. ^

Daraus solgt Polyrena, ihr Haar hinten ausgeknüpft, nach Art junger Personen.

IX.

Nestor steht zunächst; er hat einen Hut aus dem Kops und eine Pike in der Hand. Sein Pserd ist bei ihm, das sich aus dem User wälzen möchte.

Man erkennt das User an kleinen Kieseln um das Pserd her; sonst bemerkt man nichts, was die Nachbarschast des Meers bezeichnete.

VII.

Ueber jenen Frauen, die sich zwischen Nestor und Aithra besinden, sieht man vier andere Gesangene: Klymene, Kreusa, Aristomache und tenodike.

VI«.

Ueber ihnen befinden sich abermals vier Gesangene, aus einem Bette: Deinome, Metioche, Peisis und Kleodike.

Besuch de« Vdysseu« in der Unterwelt.

Hier sieht man den Acheron, schilsicht, und Schatten von Fischen in. Waffer. Jn einem Schiffe ist der greise Fährmann mit den Rudern abgebildet.

Die im Fahrzeug Sitzenden sind keine berühmten Personen. Tellis, ein reisender Knabe und Kleoboia, noch Jungsrau. Diese hält ein Kästchen aus den Knieen, wie man sie der Demeter zu widmen pslegt.

Unter Charons Nachen wird ein vatermörderischer Sohn von seinem eigenen Vater erdrosselt.

Zunächst wird ein Tempelrauber gestrast. Das Weib, dem er überliesert ist, scheint sowohl jede Arzeneimittel, als alle Gifte, mit denen man die Menschen schmerzlich tödtet, sehr wohl zu kennen.

Ueber diesen genannten sieht man den Eurynomos, welcher unter die Götter der Unterwelt gezählt wird. Man sagt, er verzehre das Fleisch der Todten und lasse nur die Knochen übrig. Hier ist er schwarzblau vorgestellt. Er zeigt die Zähne und sitzt aus dem Felle eines Raubthiers.

Zunächst sieht man die Arkadierin Auge und Jphimedeia. Die erste hat unter allen Weibern, welche Hercules erkannt, den vaterähnlichsten Sohn geboren. Der zweiten aber hat Mylassis, eine Stadt in Carien, große Verehrung erwiesen.

Höher, als die erwähnten Figuren, sieht man die Gesellen des Odysseus, Perimedes und Eurylochos, welche schwarze Widder zum Opser bringen.

Znnächst sitzt ein Mann, mit dem Namen Oknos bezeichnet: er flicht einen Strick aus Schils; dabei steht eine Eselin, die das, was er flicht, sogleich auszehrt.

Nun sieht man auch den Tityos, dergestalt abgebildet, daß er nicht mehr Strase zu leiden, sondern durch die langwierige Strase verzehrt zu seyn scheint; denn es ist ein dunkelnder Schatten.

Zunächst bei Olnos sindet sich Ariadne, die aus einem Felsen sitzt, und ihre Schwester Phaidra ansieht. Diese schwebt an einem Strick, welchen sie mit beiden Händen hält.

Unter Phaidra ruht Chloris aus den Knieen der Thyia. Man glaubt in ihnen zwei zärtliche Freundinnen zu sehen.

Neben Thyia steht Prokris, die Tochter des Erechtheus, und nachher Klymene, die ihr den Rücken zukehrt.

Weiterhin sehet ihr Megara von Theben, die verstoßene Frau des Hercules.

Ueber dem Haupte dieser Weiber sitzt aus einem Stein die Tochter Salmoneus, Tyro.

Zunächst steht Eriphyle, welche die Fingerspitzen durchs Gewand am Halse hervorzeigt, wobei man in den Falten das berüchtigte Halsband vermuthen kann.

Ueber der Eriphyle ist Elpenor, in einem geflochtenen Bastkleide, wie es die Schisser tragen, dann Odysseus, kauernd, der das Schwert über der Grube hält; zu dieser tritt der Wahrsager Teiresias; hinter demselben sitzt Antikleia, die Mutter des Odysseus.

Unter dem Odysseus sitzen Theseus und Peirithoos aus Thronen, aus denen sie durch unsichtbare Macht sestgehalten werden. ^Theseus hat die Schwerter beider in Händen. Peirithoos sieht aus die Schwerter.

Sodann sind die Töchter des Pandaros gemalt, Kameiro und Klytie, mit Blumenkränzen geziert und mit Knöchelchen spielend.

Dann sieht man den Antilochos, der, mit einem Fuß aus einen Stein tretend, Gesicht und Haupt mit beiden Händen hält.

Zunächst steht Agamemnon, der die linke Schulter mit einem Zepter unterstützt, in Händen aber eine Ruthe trägt.

Protesilaos, sitzend, betrachtet den gleichsalls sitzenden Achilleus. Ueber dem Achilleus steht Patroklos. Alle sind unbärtig, außer Agamemnon.

Höher ist Phokos gemalt, unmündigen Alters, mit einem Siegelring an der linken Hand, die er dem Jaseus hinreicht, welcher den Ring betrachtet, und ihn abzunehmen im Begriss ist.

Ueber diesen sitzt Maira aus einem Stein, die Tochter des Proitos.

Zunächst sitzt Aktaion und seine Mutter Autonoe, aus einem Hirschsclle. Sie halten ein Hirschkalb. Auch liegt ein Jaghund bei ihnen.

Kehrst du nun zu den untern Theilen des Bildes wieder deine Augen, so siehst du nach dem Patroklos den Orpheus aus dem Rücken eines Grabmales sitzen. Mit der Linken berührt er die Zither, mit der andern die Zweige einer Weide, an die er sich lehnt. Er ist griechisch gekleidet; weder sein Gewand noch sein Hauptschmuck hat irgend etwas Thracisches. An der entgegengesetzten Seite des Baums lehnt Promedon, der, nach einigen, die Sänger überhaupt, besonders aber den Orpheus zu hören Freude gehabt.

Jn diesem Theile des Bildes ist auch Schedios, der die Phocenser nach Troja sührte, nach ihm Pelias, aus einem Throne sitzend, mit grauem Bart und Haupthaar. Dieser betrachtet den Orpheus. Schedios hält einen kleinen Dolch, und ist mit Gras bekränzt.

Nächst dem Pelias sitzt Thamyris, des Augenlichtes beraubt, kümmerlichen Ansehens, mit starkem Haupt- und Barthaar. Vor seinen Füßen liegt die Leyer, mit zerbrochenen Hörnern und zerrissenen Saiten.

Etwas höher sitzt Marsyas, welcher den Olympos, einen reisenden Knaben, die Flöte behandeln lehrt.

Wendest du wieder deine Augen nach dem obern Theile des Gemäldes, so solgt aus Aktaion der salaminischc Ajas; sodann Palamedes und Thersites, mit Würseln spielend. Der andere Ajas sieht zu. Dieser hat das Ansehen eines schiffbrüchigen, mit schäumender Meeressluth besprengten Mannes.

Etwas höher als Ajas steht des Oineus Sohn, Meleager, und scheint jenen anzusehen. Alle haben Bärte, der einzige Palamedes ist ohne Bart.

Zu unterst an der Tasel, hinter Thamyris, sitzt Hektor, und hält mit beiden Händen das linke Knie umschlossen, sehr traurig von Ansehen.

Nach Hektor sitzt Memnon, aus einem Steine, zunächst Sarpedon, welcher sein Gesicht in beide Hände verbirgt. Aus seiner Schulter liegt die eine Hand Memnons, in dessen Kleid Vögel gewirkt sind. Zunächst bei Memnon steht ein äthiopischer Knabe.

Ueber Sarpedon und Memnon steht Paris, sehr jugendlich abgebildet; er schlägt in die Hände. Durch dieses Zeichen, wie es die Landleute geben, will er Penthesileia zu sich locken. Diese schaut aus den Paris mit einer Miene, woraus Verachtung und völlige Geringschätzung hervorblickt. Sie ist aus Iungsrauenart geziert. Ein Panthersell hängt von ihren Schultern.

Ueber ihr tragen zwei Frauen Wasser, in zerbrochenen irdenen Gesässen; eine schön und jung, die andere schon bejahrt. Kein Name ist beigeschrieben; eine gemeinschastliche Jnschrist zeigt jedoch, daß sie nicht eingeweiht waren.

Ueber ihnen sieht man Kallisto, Nomia und Pero; die erste hat ein Bärensell zum Teppich, und berührt mit den Füßen die Kniee der zweiten.

Ueber diesen Frauen steigt ein Fels in die Höhe, aus dessen Gipsel Sisyphos den Stein zu wälzen trachtet.

Derselbe Theil des Bildes zeigt auch das große Wassergesäß.

Aus dem Felsen befinden sich ein Alter, ein Knabe und einige Weiber; bei dem Alten ein altes Weib; andere tragen Wasser, und jene Alte mit dem zerbrochenen Gesäß gießt aus der Scherbe das übrige Wasser wieder in das Faß.

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