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Jn der Gartenkunst. ^

Französische Gartenkunst von ihrer guten Seite, und besonders vjz ä vi8

des neuesten Geschmacks betrachtet. Englischer Geschmack hat die Basis des Nützlichen, welches der sranzösische

ausopsern muß. Nachgeäsfter englischer Geschmack hat den Schein des Nützlichen. Chinesischer Geschmack.

Dilettantismus in der lyrischen Poesie.

Daß die deutsche Sprache durch kein großes Dichtergenie, sondern durch bloße mittelmäßige Köpse ansing zur Dichtersprache gebraucht zu werden, mußte dem Dilettantismus Muth machen sich gleichsalls darin zu versuchen.

Die Ausbildung der sranzösischen Literatur und Sprache hat auch den Dilettanten kunstmäßiger gemacht.

Franzosen waren durchaus rigoristischer, drangen aus strengere Richtigkeit, und sorderten auch vom Dilettanten Geschmack und Geist im Jnnern und ein sehlerloses Aeußeres der Diction.

Jn England hielt sich der Dilettantismus mehr an das Latein und Griechische.

Sonette der Jtaliäner.

Jmpudenz des neuesten Dilettantismus, durch Reminiscenzen aus einer reichen cultivirten Dichtersprache und durch die Leichtigkeit eines guten mechanischen Aeußern geweckt und unterhalten.

Belletristerei aus Universitäten, durch eine moderne Studirart veranlaßt.

Frauenzimmergedichte.

Schöngeisterei.

Musenalmanache.

Journale.

Auskommen und Verbreitung der Uebersetzungen.

Unmittelbarer Uebergang aus der Klasse und Univerfität zur Schriftstellerei.

Balladen und Volksliederepoche.

Geßner; poetische Prosa.

Carlsruher lc. Nachdrücke schöner Geister.

Bardenwesen.

Bürgers Einsluß aus das Geleier.

Reimloser Vers.

Klopstockisches Odenwesen.

Claudius.

Wielands Laxität.

Jn der altern Zeit:

Lateinische Verse.

Pedantismus.

Mehr Handwerk.

Fertigkeit ohne poetischen Geist.

Dilettantismus in der pragmatischen Poesie.

Ursache, warum der Dilettant das Mächtige, Leidenschaftliche, Starkcharakteristische haßt und nur das Mittlere, Moralische darstellt.

Der Dilettant wird nie den Gegenstand, immer nur sein Gesühl über den Gegenstand schildern.

Er flieht den Charakter des Objects.

Alle dilettantischen Geburten in dieser Dichtungsart werden einen pathologischen Charakter haben und nur die Neigung und Abneigung ihres Urhebers ausdrücken.

Der Dilettant glaubt mit dem Witz an die Poesie zu reichen.

Dramatische Psuscher werden bis zum Unsinn gebracht, um ihr Werk auszustellen.

Dilettantismus in der Musik.

Jn der ältern Zeit größerer Einfluß auss leidenschaftliche Leben durch tragbare Saiteninstrumente, welche, Empfindungen einsacher auszudrücken, mehr Raum geben.

Medium der Galanterie.

Jn der neuern Zeit Flügel und Violine.

Mehr Werth gelegt aus mechanische Fertigkeit, Schwierigkeit und Kunstlichkeit; weniger Zusammenhang mit Leben und Leidenschaft.

Geht in Concerte über.

Mehr Nahrung der Eitelkeit.

Lieder- und Opernwesen.

Falsche Hossnung, durch componirte Volkslieder Nationalsinn und ästhetischen Geist zu pslanzen. Gesellschafts-, Tisch-, Trink-, Freimaurerlieder.

Dilettantismus im Tanz.

Jn der ältern Zeit Pedanterie und Gleichgültigkeit. Einsörmigkeit.
In der neueni Zeit Formlosigkeit und daraus hervorgehende Wildheit,
Heftigkeit, Gewaltsamkeit.

Unterschied der repräsentativen, naiven und charakteristischen Tänze: Repräsentative machen die Schönheit der Gestalt ) Fallen gern ins

und Bewegung geltend und haben Würde. (Menuet.) j Steise. Naive begleiten den belebten Zustand und haben mehr ^ Fallen gern ins Anmuth und Freiheit. (Englische Tänze.) j Ausgelassene.

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Dilettantismus in der Schauspielkunst.

Französische Komödie ist auch bei Liebhabern obligat und ein Jnstitut der Geselligkeit.

Jtaliänische Liebhaberkomödie bezieht sich aus eine Puppen- und puppenartige Repräsentation.

Deutschland, ältere Zeit: Jesuiterschulen.

Neuere Zeit: Französische Liebhaberkomödie zur Bildung der Sprache in vornehmen Häusern.

Vermischung der Stände bei deutschen Liebhaberkomödien.

Bedingung, unten welcher allensalls eine mäßige Uebung im Theaterwesen unschuldig und zulässig, ja einigermaßen zu billigen seyn möchte.

Permanenz derselben Gesellschaft.

Vermeidung passionirter, und Wahl verstandesreicher und geselliger Stücke.

Abhaltung aller Kinder und sehr junger Personen.

Möglichster Rigorismus in äußern Formen.

Nutze» de« Dilettantismus
im Allgemeinen.

Er steuert der völligen Rohheit

Dilettantismus ist eine nothwendige Folge schon verbreiteter Kunst, und kann auch eine Ursache derselben werden.

Er kann unter gewissen Umständen das ächte Kunsttalent anregen und entwickeln helsen.

Das Handwerk zu einer gewissen Kunstähnlichkeit erheben.

Macht gesitteter.

Regt, im Fall der Rohheit, einen gewissen Kunstsinn an, und verbreitet ihn da, wo der Künstler nicht hinkommen würde.

Beschäftigt die productive Krast und cultivirt also etwas Wichtiges am Menschen.

Die Erscheinungen in Begriffe verwandeln.

Totaleindrücke theilen.

Besitz und Revroduction der Gestalten besördern.

Nutzen de« Dilettantismus.

In der Zeichenkunst.

Sehen lernen.

Die Gesetze kennen lernen, wonach wir sehen.

Den Gegenstand in ein Bild verwandeln, d. h. die sichtbare Raumersüllung, in sosern sie gleichgültig ist.

Die Formen erkennen, d. h. die Raumersüllung, in sosern sie bedeutend ist.

Unterscheiden lernen. Mit dem Totaleindruck ohne Unterscheidung sangen alle an. Dann kommt die Unterscheidung, und der dritte Grad ist die Rückkehr von der Unterscheidung zum Gesühl des Ganzen, welches das Aesthetische ist.

Diese Vortheile hat der Dilettant mit dem Künstler im Gegensatz des bloßen unthätigen Betrachters gemein.

Jn der Baukunst.

Sie weckt die sreie Productionskrast.

Sie sührt am schnellsten und unmittelbarsten von der Materie zur Form, vom Stoss zur Erscheinung, und entspricht dadurch der höchsten Anlage im Menschen,

Sie erweckt und entwickelt den Sinn sürs Erhabene, zu dem sie sich überhaupt mehr neigt als zum Schönen.

Sie sührt Ordnung und Maß ein, und lehrt auch im Nützlichen und Nothdürstigen nach einem schönen Schein und einer gewissen Freiheit streben.

Der allgemeine Nutzen des Dilettantismus, daß er gesitteter macht, und im Fall der Rohheit einen gewissen Kunstsinn anregt und ihn da verbreitet, wo der Künstler nicht hinkommen würde, gilt besonders auch von der Baukunst.

Jn der Gartenkunst.

Jdeales im Realen.

Streben nach Form in sormlosen Massen.
Wahl.

Schöne Zusammenstellung.

Ein Bild aus der Wirklichkeit machen, kurz erster Eintritt in die Kunst. Eine reinliche und vollends schöne Umgebung wirkt immer wohlthätig aus die Gesellschast.

In der lyrischen Poesie.

Ausbildung der Sprache im Ganzen.

Vervielsältigteres Jnteresse an Humanioribus, im Gegensatz der Rohheit des Unwissenden, oder der pedantischen Bornirtheit des bloßen Geschäftsmannes und Schulgelehrten.

Ausbildung der Gesühle und des Sprachausdrucks derselben.

Jeder gebildete Mensch muß seine Empfindungen poetisch schön ausdrücken können.

Jdealisirung der Vorstellungen bei Gegenständen des gemeinen Lebens.

Cultur der Einbildungskraft, besonders als integrirenden Theils bei der Verstandesbildung.

Erweckung und Stimmung der productiven Einbildungskrast zu den höchsten Functionen des Geistes auch in Wissenschaften und im praktischen Leben.

Ausbildung des Sinnes sür das Rhythmische.

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