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Zur Einführung.

Der Gedanke an vorliegendes Buch hat mich seit meinen Studentenjahren beschäftigt; es stand bei meinen Sdyriften aus dem Gebiete der Geschichte der Philosophie und der Religionswissenschaft im Hintergrunde, und meine fritische Thätigkeit im Felde der Literatur und Kunst, wat batquf bezogen. Seit zwölf Jahren habe ich Vorträge Aber Nexhetit gehalten und den Stoff von Jahr zu Jahr von neiew, dürdigearbeitet. Es war eine Gunst des Schicksals daß ich, nadybem die Grundlagen feststanden, in einen regen und unmittelbaren Verkehr mit Künstlern und Kunstwerken verseßt ward; dies hat zwar das Erscheinen des Werkes verzögert, wird ihm aber zugute gekommen sein. verweist übrigens noch auf eine Philosophie der Kunstgeschidyte, eine Darstellung dieser legtern im Zusammenhange der Culturentwickelung und mit Rücfidit darauf wie die einzelnen Künste aufeinander einwirken und eine nach der andern für einzelne Perioden leitend und tonangebend wird. Die driftstellerische Lösung dieser Aufgabe, ebenfalls schon durdy Vorträge vorbereitet, hoffe idy im Lauf der nächsten Jahre zu vollenden.

Ich möchte den Freunden des Schönen und der Kunst wie den Künstlern ein Bud darbieten das ihnen das Verständniß der großen Meisterwerke ersdíließt, die Schöpferthätigkeit des Geistes erklärt, ihre Gefeße erläutert, Natur und Geschichte vom ästheti: schen Gesichtspunft aus betradytet, den Genuß des Sdyönen durdy die Erkenntniß seines Wesens bestätigt und erhöht. Ich möchte zugleid, die Philosophie auf diesem Gebiete fortbilden und von hier aus zu den hödysten Ideen hinleiten.

Id ging nicht von den Vorausseßungen eines fertigen Systems aus um dies auf die Betrachtung des Schönen zu übertragen, sondern ich suchte zunächst die ästhetischen Thatsadjen in Natur und Sunft zu erfassen, zu begreifen, zu begründen, und so aufsteigend zu den allgemeinen Principien zu gelangen, dann aber wieder von diesen, vom Wesen der Dinge und des Geistes aus, das Wirfliche zu entwickeln und seine Gefeße abzuleiten, sodaß fidy die inductive und deductive Methode ineinander verweben und beide wie Einund Ausathmen das Leben der Wissenschaft bilden. Nicht die einzelnen Begriffe, Naturgestalten oder Künste gehen bei mir ins einander über, denn sie bleiben ja auch in der Wirklichkeit bestehen, sondern die rechte Dialektit thut dar wie der Geist das Augemeine besondert, das Besondere untersdeidet und von einem zum andern fortschreitet, weil durch kein Einzelnes ausschließlich, sondern durch alle in ihrer Ergänzung und durch jedes auf eine eigenthümliche Weise das Schöne offenbar wird.

Die Idee des Schönen, das Schöne in Natur und Kunst ist nicht für sich abgesondert, sondern nur im Zusammenhange des Lebens zu begreifen; die Philosophie will nicht blos das Was, sondern auch das Warum der Dinge erkennen, nicht blos daß fie sind, sondern auch wie sie möglich und nothwendig sind, will sie verstehen. Haben wir die gegebenen Erscheinungen allseitig und unbefangen aufgefaßt, fo fragen wir nach ihrem Grunde und gewinnen durch sie selber die Vordersäße für unsern Sdluß nady dem Wesen dieses Grundes, wie es beschaffen sein müsse, damit solch eine Welt aus ihm hervorgehn konnte. Hier genügt nun weder für die logische Entwickelung noch für die Thatsachen der Erfahrung, daß man den ewigen Grund der Dinge als unbewußte und willenlose Substanz auffaßt, nod daß man denselben von ihnen scheidet und ihn zwar als Geist bestimmt, aber naturlos madyt, verendlicht, und die Einheit des Seins zwieträchtig aus

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