Die Mutter Gottes in der altdeutschen Schönen Litteratur bis zum Ende des XIII. Jahrhunderts

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Сторінка 52 - Gestalt der verratenen Gattin dem Teufel zuführen, der vor ihr weicht; sie legt, wenn des Sünders Schuld seine guten Thaten überwiegt, die Hand auf die Schale und drückt sie nieder, obwohl die Hölle sich an die andere hängt.
Сторінка 52 - Der eigentliche Kern dieser Legenden ist die Annahme, daß ein wenn auch noch so kleiner und geringer der Jungfrau geleisteter Dienst, trotz aller sonstigen Fehler und Sünden, die ewige Seligkeit verschaffe. Da ist kein Dieb, kein Schlemmer, kein Räuber oder Gottesleugner, der, wenn er sein Ave regelmäßig gesprochen, ein Blümchen für die Jungfrau gebracht oder sie in Nöten anruft, nicht ihr ewiges Erbarmen zur Fürbitte beim Jesuskinde anregte.
Сторінка 53 - ... Maria. Zu ihr ruft der Sturmverschlagene, die duldende Frau, der verzweifelnde Gottesfeind, zu ihr schaut die fromme Herzenseinfalt und die Entartung und Verwilderung empor. Und wenn eine Mutter im wilden Schmerz um den geraubten Sohn ihr das Christkind vom Arme reißt und als Geisel einschließt, bis der Sohn seiner Bande entledigt sei, neigt sie sich helfend und erbarmend dem Mutterschmerze, denn sie ist selbst Mutter und hat um den eigenen Sohn Jammer und Schwerter gelitten.
Сторінка 52 - Bündnis, nimmt für den Betenden Schild und Lanze und macht seinen Namen siegreich. Sie läßt sich in Gestalt der verratenen Gattin dem Teufel zuführen, der vor ihr weicht; sie legt, wenn...
Сторінка 53 - Reis zum Kranze. Auf den Lippen ihrer Diener läßt sie noch im Grabe Blumen wachsen, reine Lilien mit dem goldnen Ave Maria. Zu ihr ruft der Sturmverschlagene, die duldende Frau, der verzweiselnde Gottesfeind, zu ihr schaut die fromme Herzenseinfalt und die Entartung und Verwilderung empor.
Сторінка 53 - Hölle sich an die andre hängt. Sie beschwichtigt den Meersturm, wenn sie angefleht wird. Ihren Verehrern, die ihrer gedenken und kein Gnadenbild finden, vor das sie betend hinknien können, erscheint sie als Bild und redet mit ihnen. Aus Gemälde und Leinwand streckt sie den von irdischer Hand gemalten Arm schirmend hervor, wenn ihre Hilfe nötig ist.
Сторінка 42 - Williram schreibt noch von der Minne des Heilandes, aber schon von der Minne. Bald folgte die Minne der Jungfrau.
Сторінка 42 - ... die meistin ere dissis sangis, wan siu diu erst unde diu hereste was div ie allir getrvelikiste gekussit warth. nu segin was de kos si. 10 Got teth de michil güt wirdir uns, do er uns geschüf ane unsere gearnede , de was sin guote. er schuoph uns zi sineme bilde vnde zi sinir gelichnuschede de unsir sele sin insigele were. werin wir vol standin, sone 15were der munt...
Сторінка 53 - ... ihr das Christkind vom Arme reißt und als Geisel einschließt, bis der Sohn seiner Bande entledigt sei, neigt sie sich helfend und erbarmend dem Mutterschmerze, denn sie ist selbst Mutter und hat um den eigenen Sohn Jammer und Schwerter gelitten. Ohne jegliches Abzeichen ihrer Würde und Heiligkeit tritt sie als herrliches Weib zu dem jungen Krieger, dem sie sich durch tödlichen Kuß verlobt.
Сторінка 51 - ... Dichtungen, die sogenannten Segen, deren Heimath ich nicht näher zu bestimmen wüsste, und die ich hier erwähne, weil wir doch am Anfange der geistlichen Dichtung stehen und sie gewiss diesem Anfange zugehören. Poetische Form tragen viele, poetischen Gehalt wüsste ich nur wenigen nachzurühmen. Von der Zeit der Bekehrung an musste die Geistlichkeit darauf bedacht sein, Gott und den Heiligen ein so unmittelbares Verhältniss zum täglichen Leben zu geben, wie es die Heidengötter gehabt hatten....

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