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Zuwachs der Bibliothek

der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft seit Anfang März 1880.

A New Variorum Edition of Shakespeare. Edited by H. H. Furness. Vol. V. King Lear. Philadelphia 1880. (Geschenk des Herrn Herausgebers.)

Select Plays of Shakspere. The Rugby Edition. King Henry the Fifth. Edited by Ch. E. Moberly. London 1881.

Shakspere's Hamlet: the Second Quarto, 1604, a Facsimile in photo-lithography by W. Griggs, with Forewords by F. J. Furnivall. London (1880). 4.

Shakespeare's Midsummer Night's Dream. The First Quarto, 1600: a Facsimile in photo-lithography, by W. Griggs, with Introduction by J. W. Ebsworth. London 1880. 4.

Shakespeare's Midsummer Night's Dream. The Second Quarto, 1600: a Fac-simile in photo-lithography, by W. Griggs, with Introduction by J. W. Ebsworth. London 1880. 4.

Hamlet, Prince de Danemark, tragédie en 5 actes par W. Shakespeare, traduite en prose et en vers, avec une préface et un commentaire critique et explicatif par Th. Reinach. Texte revisé en regard. Paris 1880. (Geschenk des Herrn Uebersetzers.)

Hamlet, Prinz von Dännemark. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen nach dem Schakespear. Aufgeführt von der unter der Direktion des Herrn Andre Schopf stehenden deutschen Schauspielergesellschaft. Augsburg 1777. (Geschenk des Herrn Professors Dr. Leo in Berlin.)

Romeo und Julie, ein bürgerliches Trauerspiel in fünf Aufzügen (von Ch. F. Weisse]. 2. Aufl. Leipzig o. J. (Geschenk des Herrn Professors Dr. Leo in Berlin.)

Shakspeare's Dramatiska Arbeten, efter C. A. Hagbergs öfversättning med hänsyn till den sceniska framställningen och för läsning i hemmet bearbetade af W. Bolin. Med illustrationer af Sir J. Gilbert. III. Lund 880). (Geschenk des Herrn Bearbeiters.)

Shakspere's Sonnetten. Vertaald door L. A. J. Burgersdijk. Utrecht 1879. (Geschenk des Herrn Uebersetzers.)

Baynes, T. S., What Shakespeare learnt at school. (Fraser's Magazine, November 1879, January and May 1880.)

Beumelburg, H., Sir William Alexander Graf von Stirling als dramatischer Dichter. Dissertatio inauguralis. Halis Saxonum 1880. (Geschenk des Herrn Universitätsrichters Dr. Thümmel in Halle.)

Crosby, J., Address to the 'Wheeling Shakespeare-Club', at the Mc Lure House, Wheeling, Zanesville Daily Courier, May 1, 1880. (Geschenk des Herrn Professors Dr. Elze in Halle.)

Eidam, Ch., Ueber die Sage von König Lear. Würzburg 1880. (Geschenk des Herrn Verfassers.)

Furnivall, F. J., The ‘Co.' of Pigsbrook & Co. (London 1881.) (Geschenk des Herrn Verfassers.)

Grätz, H., Shylock in der Sage, im Drama und in der Geschichte. Krotoschin 1880.

Halliwell-Phillipps, J. O., Memoranda on the Tragedy of Hamlet. London 1879. (Geschenk des Herrn Verfassers.)

Correspondence with R. Browning, Esq., President of the New Shakspere Society. (Brighton 1881). fol. (Geschenk des Herrn Verfassers.)

Isaac, H., Zu den Sonetten Shakspere's. (Ausschnitte aus dem Archiv für das Studium der neueren Sprachen, Bd. LIX-LXII. Geschenk des Herrn Verfassers.)

Lee, S. L., The Original of Shylock. (The Gentleman's Magazine, February 1880.)

Leo, F. A., Zwei Abhandlungen aus dem Jahrbuche der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft

. I. Shakespeare's Ovid in der Bodleian Library zu Oxford. II. Vllorxa. (Separat-Abdruck aus Bd. XVI.) Leipzig (1881). (Geschenk des Herrn Verfassers.)

Schmidt, A., Shakespeare-Lexicon. Vol. I. II. Berlin-London 1874–75.
Spalding, Th. A., Elizabethan Demonology. London 1880.
Stapfer, P., Shakespeare et l'Antiquité. 2ième partie. Paris 1880.

Teichmann, E., On Shakespeare's Hamlet. Borna 1880. (Schulprogramm. Geschenk des Herrn Verfassers.)

Wolff, M., John Ford ein Nachahmer Shakespeare's. Heidelberg 1880. (Geschenk des Herrn Verfassers.)

Bibliographische Adversaria. Vierde deel. Nr. 4 en 5. 'sGravenhage 1879. (Geschenk des Herrn Dr. Burgersdijk in Deventer.)

New Shakspere Society. Series I. Transactions of the New Shakspere Society, 1877–78. Part III. London 1880.

Series II. No. 10. Shakespeare, The Life of Henry V. The Edition of 1623, newly revised and corrected, with Notes and an Introduction, by W. G. Stone. London 1880.

- Series VI. No. 7. Shaks pere's England. The Rogues and Vagabonds of Shakspere's Youth, describd by J. Awdeley in his Fraternitye of Vacabondes, 1561 – 73, Th. Harman in his Caueat for Common Cursetors, 1567—73, and in The Groundworke of Conny-catching, 1592. Edited by E. Viles & F. J. Furnivall in 1869 for the Early English Text Society, and now reprinted. London 1880. (Geschenk der New Shakspere Society.)

Photographieen von van der Weyde in London nach Shakespeare's Todtenmaske. (Geschenk des Herrn Professors Dr. Leo in Berlin.)

Copie der Inschrift auf Shakespeare's Grabstein in der Kirche zu Stratford. (Geschenk des Herrn Professors Dr. Leo in Berlin.)

Photolithographirtes Facsimile der Verpfändungsurkunde (Mortgage-deed) vom 11. März 1612 über Shakespeare's Haus in Blackfriars. (Geschenk des Herrn Professors Dr. Elze in Halle.)

Eine Sammlung von Tisch-, Speise-, Wein- und Tanzkarten für verschiedene private und öffentliche Feste und von Neujahrswünschen und Briefbogen mit sithographirten Citaten aus Shakespeare und entsprechenden Illustrationen. (Ge. schenk des Herrn Stadtraths E. Bock in Stettin, der die Karten u. s. w. nach seinen Angaben und Zeichnungen hat fertigen lassen.)

Weimar, Ende Februar 1881.

Der Bibliothekar der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft.

Dr. R. Köhler.

Berlin, Ende März 1881. Untenstehenden Brief vom 18. März datirt, veröffentliche ich in extenso. Durch einige Zeilen” hätte kaum weder der Meinung noch der Stimmung des verehrten Autors Genüge geschehen können, und so hielt ich es für angemessen, (ohne einen Präcedenzfall schaffen zu wollen), beiden durchaus freies Feld zu geben. Was mich zu meiner Redactions-Note veranlaßte, ist in dem Briefe nicht gerechtfertigt, der Satz nämlich:

Wenn nun Börne gleich darauf das autoritative Verhalten des Königs Hamlet gegenüber als eitle Fechterkünste' bezeichnet, so können wir in einer solchen Kritik nur jene Eigenschaft entdecken, die Polonius am Hamlet ‘methodisch' nennt, die wir aber bei Börne höchst unmethodisch finden müssen.'

Nun, ich muß trotz des unten abgedruckten Schreibens heute noch erklären, daß Börne zu hoch steht, um von irgend Jemandem der wirren Verrücktheit beschuldigt zu werden; denn Herr Dr. Isaac konnte hierbei nur die Worte des Polonius meinen:

Though this be madness, there is method in it; Der Isaac'schen Antwort auf meine Bemerkung pag. 281 gegenüber kann ich diese nur wiederholen: Ich bitte für mich und eine ganze Reihe Gleichgesinnter um die Erlaubniß – das heißt doch nicht eine Behauptung ‘anfechten’; das bittet ja nur um Erlaubnis, anderer Meinung zu sein.

‘Epigone' endlich kann in der That nicht als Beleidigung gelten; Mephisto selbst hat nur ein Wort mitfühlenden Bedauerns für die Repräsentanten dieses Begriffs:

“Weh Dir, daß Du ein Enkel bist.' Wenn aber jeder 'Epigone' ein Nachgeborner' ist (und dies Factum läßt sich nicht leugnen) so kann doch keine Kränkung darin liegen, daß man einen in der That Nachgebornen' als 'Epigonen' bezeichnet!

Meine Redactions-Note befand sich übrigens bereits in den Correctur-Bogen, und ich war daher berechtigt vorauszusetzen, daß Herr Dr. Isaac dieselbe gelesen habe; aus seinen Worten ersehe ich, daß die Notiz in einer Correctur gestanden, die ihm nicht mehr aus der Druckerei zugesandt worden ist; doch freue ich mich jetzt dieser Thatsache, denn wenn das Jahrbuch eines so werthvollen Artikels beraubt worden wäre, so würde im vorliegenden Falle – wie in Scribe's Glas Wasser eine unbedeutende Ursache zu großen und bedauernswerthen Wirkungen geführt haben.

D. R.

Barmen-Rittershausen, 18. März 1881. Vor einigen Tagen habe ich die Separat-Abdrücke meiner Arbeit für das diesjährige Shakespeare-Jahrbuch erhalten und darin Ihre Bemerkung zu meiner Kritik der Börne’schen Schilderung des Claudius (S. 304) gefunden, eine Bemerkung, deren Inhalt mich nach dem Urtheil, das Sie in einem Ihrer Briefe über meine Arbeit gefällt haben, überrascht. Es thut mir leid, daß diese Bemerkung mir nicht schon mit dem Correctur-Bogen zugekommen ist; dann wäre einerseits der Anstoß, den Sie in meinen Worten gegeben sehen, vermieden, andrerseits die Unannehmlichkeit mir erspart worden, eine nicht leicht hingeworfene, sondern nach besten Kräften gefertigte Arbeit mit einer verletzenden Kritik eingeführt zu sehen. Ich hätte sie dann eben zurückgezogen. Um nun bei den Mitarbeitern und Lesern des Jahrbuchs nicht in das falsche Ansehen zu kommen, als ob ich meine Arbeiten à tout prix drucken ließe, muß ich Sie höflichst bitten, mir für das nächste Jahrbuch das diesjährige wird ja wohl schon fertig sein einige Zeilen zu gönnen zu der Erklärung, daß, wenn ich von dieser Bemerkung Kenntniß gehabt hätte, ich die Veröffentlichung der Arbeit im Shakespeare-Jahrbuch nicht zugegeben haben würde.

Für den Fall, daß etwa ein Mißverständniß der Motive meiner dortigen Ausführungen vorliegt, erlaube ich mir, folgende thatsächliche Bemerkungen hinzuzu

fügen. Ich habe Börne nicht kritisirt als Schriftsteller – als solcher hat er mir oft Bewunderung, wenn auch kaum Ehrfurcht eingeflößt – auch nicht als Vertreter der weniger Goethe'schen als Tieck'schen Hamlet-Auffassung in diesem Falle wären meine Auslassungen allerdings ohne jede Berechtigung gewesen ich habe nur über die Art seiner Kritik abgeurtheilt. In der Schilderung des Geistes hat er versucht, das Erhabene lächerlich zu machen. Das ist frivol. Ich glaube nicht, daß man zur Entschuldigung seines Verfahrens sagen kann: Das war aber nun einmal seine Auffassung des Geistes.' Von einem Kritiker, der sich an die Beurtheilung Shakespeare'scher Leistungen begiebt, muß man verlangen, daß er Gemüth genug hat, das Erhabene vom Lächerlichen unterscheiden zu können. In der Schilderung des Königs hat er Shakespeare imputirt, daß er das Böse mit einem Glorienschein umgeben, das von Natur Häßliche in seiner Kunst als schön dargestellt habe. Ich weiß nicht, was man in seiner Schluß-Bemerkung: “War es ein Verbrechen, König zu sein, war es nicht seines, sondern das seines Volkes' sehen soll, als eine Beschönigung des Verbrechens. Ich halte diese Anschauungen, wie ich es auch an der betreffenden Stelle ausgesprochen habe, für unsittlich, und für empörend, daß Börne gewagt hat, ähnliche Anschauungen Shakespeare zuzuschreiben. Ferner: Nachdem ich mir Kenntniß verschafft habe von den neueren, zum größeren Theil auf soliden, tiefen Studien beruhenden Arbeiten über H let, kann ich die Abhandlung Börne's nur auf die allerunterste Stufe stellen. Sie bringt in der Auffassung absolut nichts Neues, verzerrt die Auffassung Goethe's noch mehr als Schlegel und Tieck es gethan zur reinen Carricatur, ist voll von greifbaren Widersprüchen und nur groß in der Geistreichelei und Pointen-Sucht. Geistreichelei und Pointen-Sucht sollen sich aber nicht so hohe künstlerische Schöpfungen wie Hamlet zum Gegenstande wählen; und wenn sie es thun, so soll, meine ich, auch der untergeordnetste Verehrer eines großen Dichters befugt sein, ihn gegen die Absurditäten, die sich auf solch einem Fundament erheben können, kräftig zu vertheidigen. Börne ist mir nicht groß genug, um ihn zu schonen, wenn er sich an Shakespeare vergeht. Und so habe ich geschrieben aus dem Gefühl einer, wie ich glaube, motivirten Entrüstung über eine derartige Kritik, und weise jedes niedrige Motiv, das man mir für meine Ausführungen über die Börne’sche Kritik unterlegen könnte, etwa das “epigonen’-hafter Anmaßung, weit von mir. Wenn ich nun auch bei den von mir gebrauchten scharfen Ausdrücken die Berechtigung der Frage, ob nicht Börne dennoch, in Anbetracht seiner sonstigen Verdienste, glimpflicher hätte behandelt werden können, zugestehe; so muß ich doch bezweifeln, ob die vielleicht zu schroff geäußerte Entrüstung eines jedenfalls treuen Verehrers Shakespeare's eine derartige Rectification verdient, wie Sie dieselbe an jene Frage geknüpft haben auch wenn Börne diese Entrüstung in einem so viel unbedeutenderen Menschen erregt hat.

Ich fühle mich außerdem gedrungen, die Berechtigung meiner von Ihnen angefochtenen Behauptung auf S. 281 zu begründen. Ich habe an jener Stelle nur von den Beurtheilungen Hamlet's gesprochen, soweit sie in der Literatur zur Erscheinung kommen; von den sonstigen persönlichen Ueberzeugungen konnte ich Nichts wissen. Und für jene ist meine Behauptung richtig: die weit überwiegende Majorität der neueren Forschungen, die allgemein gesprochen in der That viel tiefer gehen als die am Ende des vorigen und Anfange dieses Jahrhunderts vorgenommenen: die von Ulrici, Sievers, Eckardt, Vischer, v. Friesen, Döring, Werner, Tschischwitz, Werder, Baumgart und wohl noch Anderen, Allé sehen in Hamlet mehr als den Goethe’schen mit glänzenden Gaben ausgestatteten Schwächling. Ihnen gegenüber sind die Aeußerungen im Sinne Goethe's bedeutend in der Minorität.

Wollten Sie die Güte haben, diese thatsächlichen Bemerkungen, besonders aber die Motivirung meines Verfahrens gegen Börne bekannt zu geben, so würden Sie mich dadurch sehr verbinden.

Hermann Isaac.

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