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darlynges no where els, yet there thei maie be sure to meete them, and to receiue the guerdon of their paines: thei know best what I meane. But I wishe them to amende, for feare of Gods heauie wrathe in the daie of vengeaunce.

In Massinger's Bondman I, 3 sagt Corisca:
I have a couch and a banqueting-house in my orchard,
Where many a man of honour has not scorn'd

To spend an afternoon.
Daß übrigens nicht bloß die gentlewomen, sondern auch die gentlemen
diese Gartenhäuser zu dem angegebenen Zwecke benutzten, lehrt Ram-
Alley; or, Merry Tricks I, 1 (Dodsley-Hazlitt X, 271):

Hither they say he usually doth come,
Whom I so much affect: what makes he here?
In the skirts of Holborn, so near the field,
And at a garden-house? he has some punk,

Upon my life.
Vgl. auch was in Measure for Measure IV; 2, 28-33 von Angelo's
Garten gesagt wird, wo ihn Isabella besuchen soll, wo aber Mariana
ihre Stelle einnimmt. Die letztere sagt zu Angelo (V, 1, 210 fgg.):

This is the body
That took away the match from Isabel,
And did supply thee at thy garden-house
In her imagined person.

XVII.

To them, friends, to them; they are none but yours:
For you I bred them, for you I brought them up,
For you I kept them, and you shall have them:
I hate all others that resort to them.

ENGLISHMEN FOR MY MONEY III, 2. W. Carew Hazlitt hat in seiner Ausgabe der Dodsley'schen Sammlung (X, 508) das zweite I im zweiten Verse gestrichen als redundant both for sense and measure. Abgesehen davon, daß seiner eigenen Angabe zufolge dieß I in den beiden Qs von 1626 und 1631 übereinstimmend enthalten ist, kann es auch deßhalb nicht entbehrt werden, weil sonst das zweite you, das offenbar den Satzton haben muß, in die Thesis statt in die Arsis zu stehen kommen würde. Die metrische Schwierigkeit, an der Hazlitt Anstoß genommen hat, besteht in weiter nichts, als in der allbekannten überschüssigen Silbe vor der Pause (them), die sich obenein an das vorangehende bred auf das engste anschließt; wer es vorziehen sollte, könnte sogar bredm aussprechen. Während mithin dieser Vers nicht der mindesten Correctur bedarf und durch Hazlitt's Aenderung ganz im Gegentheil nur verschlechtert wird, scheint die folgende Zeile in der That nicht ganz unverdächtig; sie scandirt sich schlecht, wenn man sie nicht als einen vierfüßigen Vers mit einer überschüssigen Silbe vor der Pause auffassen will, und der Gedanken-Zusammenhang verlangt, daß auch hier das zweite you in die Arsis gesetzt wird. Man fühlt sich unwillkürlich versucht 'tis einzuschieben:

For

you I kept them, and tis you shall have them,

und es ist auffällig, daß Hazlitt über diesen Vers mit Stillschweigen hinweggegangen ist.

Halle, im November 1880.

Zur Geschichte der deutschen Shakespeare

Uebersetzungen.

Von

Gisbert Freih. Vincke.

Nicht von den unzähligen Uebersetzungen einzelner Shakespearestücke soll hier die Rede sein, sondern von den Gesammt-Uebersetzungen, welche zum Abschluß kamen oder doch als solche begonnen wurden, wenn auch der Abschluß nicht erfolgte. Würden die letzteren unerwähnt gelassen, dann müßte Wieland's bahnbrechendes Unternehmen ebensowohl übergangen werden wie Schlegel's Meisterwerk, weil beide Fragment blieben.

Wieland und sein Nachfolger Eschenburg.

Nachdem Shakespeare in Umgestaltungen, die bis zur Travestie gingen, schon seit dem Anfang des siebzehnten Jahrhunderts auf deutschen Bühnen erschienen war, begann Christoph Martin Wieland, noch nicht dreißigjährig, die erste Shakespeare-Uebersetzung. Band I brachte, ohne weitere Einleitung: Alexander Pope's Vorrede zu seiner Ausgabe des Shakespeare.' Daran schloß sich die metrische (nicht stichische) Uebersetzung des Sommernachtstraums (Ein St. Johannis Nachts - Traum'). Meist fehlt dem Dialoge der Reim, welcher in diesem Stücke fast vorherrscht. Beim Zwiegespräch zwischen Puck und dem Elfen (II, 1) sah sich Wieland 'genöthiget, einige ekelhafte Ausdrücke aus diesem Gemählde in Ostadens Geschmack, wegzulassen. Ein Dichter, der nur für Zuhörer arbeitete, hat sich im sechszehnten Jahrhundert Freyheiten erlauben können, die sein Uebersetzer, der im achtzehnten für Leser arbeitet, nicht nehmen darf.' Akt V bringt den Blankvers wiederholt durch Prosa ersetzt; die Rüpelkomödie schließt sich an in Alexandrinern.) Der Schluß (V, 2) ist fortgelassen, Wieland bemerkt: 'Hier folget im Original noch ein kleiner Feen-Auftritt, wo Puck zuerst mit einem Besen erscheint, um das Haus zuvor auszukehren, Oberon und Titania aber mit ihrem Gefolge dasselbe durchtanzen, und durch einen Gesang einsegnen. Es ist mir unmöglich gewesen, diese Scene, welche ohnehin bloß die Stelle eines Divertissement vertritt, in kleine gereimte Verse zu übersezen; in Prosa aber, oder in einer andern Versart als in kleinen Jamben und Trochaeen, würde sie das tändelnde und Feen-mäßige gänzlich verlohren haben, das alle ihre Anmuth ausmacht.'

Wieland hat hier sein Princip als Uebersetzer dargelegt: er ließ eben fort, was ihm zu stark schien für den Geschmack seiner Zeit, oder was er sich außer Stande fühlte wiederzugeben.

Band I enthielt noch: "Das Leben und der Tod des Königs Lear.' Die folgenden sieben Bände brachten 20 Stücke, sämmtlich in Prosa, der letzte außerdem: 'Einige Nachrichten von den Lebens-Umständen des Herrn Willhelm Shakesspear. Es fehlen - von den Historien: K.Heinrich V.; K. Heinrich VI., Th. 1. 2. 3.; K. Richard III.; K. Heinrich VIII.; von den Komödien: Zähmung der Widerspenstigen; Die lustigen Weiber von Windsor; Verlorne Liebesmühe; Ende gut, Alles gut; Troilus und Cressida; von den Tragödien: Coriolan; Cymbeline; Titus Andronicus.

Der Hamlet-Monolog lautet wie folgt:2)

"Seyn oder nicht seyn - Das ist die Frage - Ob es einem edeln Geist anständiger ist, sich den Beleidigungen des Glücks geduldig zu unterwerfen, oder seinen Anfällen entgegen zu stehen, und durch einen herzhaften Streich sie auf einmal zu endigen? Was ist sterben? – Schlafen das ist alles — und durch einen guten Schlaf sich auf immer vom Kopfweh und allen andern Plagen, wovon unser Fleisch Erbe ist, zu erledigen, ist ja eine Glückseligkeit, die man einem andächtiglich zubeten sollte – Sterben – Schlafen – Doch vielleicht ist es was mehr wie wenn es träumen wäre? Da stekt der Haken - Was nach dem irdischen Getümmel in diesem langen Schlaf des Todes für Träume folgen können, das ist es, was uns stuzen machen muß. Wenn das nicht wäre, wer würde die Mißhandlungen und Staupen-Schläge der Zeit, die Gewaltthätigkeiten des Unterdrükers, die verächtlichen Kränkungen des Stolzen, die Quaal verschmähter Liebe, die Schicanen der Justiz, den Uebermuth der Grossen, ertragen, oder welcher Mann von Verdienst würde sich von einem Elenden, dessen Geburt oder Glück seinen ganzen Werth ausmacht, mit Füssen stossen lassen, wenn ihm frey stühnde, mit einem armen kleinen Federmesser sich Ruhe zu verschaffen? Welcher Taglöhner würde unter Aechzen und Schwizen ein mühseliges Leben fortschleppen wollen? – Wenn die Furcht vor etwas nach dem Tode wenn dieses unbekannte Land, aus dem noch kein Reisender zurük gekommen ist, unsern Willen nicht betäubte, und uns riethe, lieber die Uebel zu leiden, die wir kennen, als uns freywillig in andre zu stürzen, die uns desto furchtbarer scheinen, weil sie uns unbekannt sind. Und so macht das Gewissen uns alle zu Memmen; so entnervet ein blosser Gedanke die Stärke des natürlichen Abscheues vor Schmerz und Elend, und die grössesten Thaten, die wichtigsten Entwürfe werden durch diese einzige Betrachtung in ihrem Lauf gehemmt, und von der Ausführung zurükgeschrekt.' — 1) Wieland's Arbeit erschien im Druck unter dem Titel:

2) So hat sie Schlegel mit geringen Aenderungen von Wieland entlehnt, desgleichen die Namen der Rüpel. Conf. Schlegel, Bd. I, Vorrede.

2) Bd. VIII, S. 106.

1) Shakespear Theatralische Werke. Aus dem Englischen übersezt von Herrn Wieland. Mit Königl. Poln. u. Chur-Fürstl. Sächs. allergn. Privileg. Zürich, bey Orell, Gessner und Comp. 1762—1766. (8 Bde. Ist antiquarisch zu haben.)

Im Deutschen Merkur) schrieb Wieland sechs Jahre später: "Niemand kennt die Mängel dieser Uebersetzung besser als ich selbst; aber ich kenne auch das Gute derselben, und weiß sehr wohl, daß ihr Herr Lessing durch das, was er in seiner vortrefflichen Dramaturgie zu ihrem Schutze sagte,3) blos Gerechtigkeit widerfahren ließ. Angenehm ist es mir, daß ich dem Publico zu einer neuen, und sorgfältig verbesserten, vermuthlich auch vollständigen Ausgabe dieser Uebersetzung Hoffnung machen kann, an welcher die Herren Orell, Gessner, Füessli und Comp. wirklich arbeiten lassen. Da ich diese Verleger ersuchen mußte, die Verbesserung (welcher ich aus Mangel der dazu erforderlichen Muße mich nicht selbst unterziehen konnte) einem andern dazu geschickten Gelehrten aufzutragen, so wünsche ich um so mehr (und gewiß wünscht

1) Dingelstedt ("Studien u. Copien nach Shakespeare. Pesth, Wien u. Leipzig. C. A. Hartleben’s Verlags-Expedition. 1858. S. 6) sagt: "Wieland's Uebersetzung gleicht, im Lichte heutiger Kunstfertigkeit betrachtet, dem Spiele der Kinder, welche ein Bild am Fenster durchzeichnen; ihre Hand ist unsicher, fährt alle Augenblick neben hinaus, und wo sie die Umrisse des Originals nicht erkennen, ergänzen sie auf eigene Faust.'

2) Bd. III, S. 187. August 1773.
3) Funfzehntes Stück. Den 19. Junius 1767.

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