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„Einer Nachweisung zufolge" anstatt eines sinnlosen Ausrnfangszeichens eine (1~) stehen soll, welche auf das fehlende Citat verweisen sollten V. Henke Yarietas lectionis in Horatii arte poética e cod. Helmstad. excerpta (H. 1777. 4.) p. IV. sq.

E. G. Vogel in Dresden.

Bibliothekchronik und Hlecellaneen.

Lib r i's Verteidigung wird in den Hamb. litt. u. krit. Blättern 1849. 2. Juli Nr. 79 durch Hoffmann kräftig geführt.

Die Versteigerung; der Bibliothek des verstorbenen H. F. Lyte hat 17 Tage gewährt und ist im Juli durch Herrn Southgate nud Barret beendigt. Die Sammlung enthielt über 4300 Numern und die folgenden N.N.* sind solche, welche durch ihre Preise die Aufmerksamkeit anf sich gezogen haben. Chasters (Rob) Annals of Great Brittaine, ein seltnes Gedicht 40 Pf. Sterl., eine katholische (Jebcrsetzung des N. T. Bordeaux 1686 brachte 26 Pf., The Prymer of Sarisbury 1555 (unvollständig) ward mit 15 Pf. 15 Schill, bezahlt, ein Missale auf Pergament 26 Pf. 10 Schill., die Werke der Kirchenväter Chrysostomus, Hieronymus, Gregorius etc. im Ganzen 73 Bände mit 116 Pf, Robert Greene's Works 10 Bde. mit 62 Pf. Les Prophecies de Merlin, sehr rar in 3 Bdn. ward mit 30 Pf. 10 Schill, bezahlt., eine merkwürdige Sammlung Controversschriften über den Prälaten Martin Mar in 11 Bändeu ward bezahlt mit 16 Pf. 13 Schill. Gallandii Biblioteca veterum patrum 14 Bde, mit 34 Pf. 10 Schill., Nicholas French's Unkind Deserter brachte 11 Pf. Eine Protestation unter Heinrich VIII. nebst vier Incunabeln 11 Pf. 5 Schill., 15 Bände seltener Sermonen und Commentare Calvins über die Evangelien und Episteln meist Mönchsdruck 18 Pf., 16 seltene Bände mit Abhandlungen über die Brownschen Streitigkeiten 10 Pf. 18 Schill., John Cottons Werke 11 Bde. 11 Pf., Dugdale's Monasticon (alte Ausgabe) und die ,,Baronage" 7 Bde. 13 Pf. 4 Schill., Heiur. Builinger's Sermons etc. 9 Bde. 9 Pf. 15 Schill. Thom. Fullers Works 14 Bände 9 Pf. 14 Schill., Griffin's Collection of amatory Sonnets 1596, 9 Pf. 9 Schill. Philonis ludaei opera 2 Bde 7 Pf. 5 Schill., Thom. Mores Werke Mönchsdruck 9 Pf. 9 Schill., fünf alte Spanische Werke iu Bynzuf Amerika 6 Pf. 8 Schill., der Catalog der Bodlejuniscben Bibliothek 5 Bde. 5 Pf, Benj. Reach's Works 18 Bde. 8 Pf. 2 Schill, Horae Sarisburienses 6 Pf 10 Schill. Parrots seltene Springs for Woodcocks 5 Pf. 12 Schill.

lieber das Britische Museum finden sich im Julihefte des Athenaeum verschiedene Notizen, so Nr. 1132. S. 701 über den Katalog, welcher sehr vermiest wird, da namentlich auch das Suchen nach Büchern, deren Vorhandensein auf der Bibliothek auch den Beamten nicht erinnerlich, sehr beschwerlich und zeitraubend ist Zugleich ward in diesem Aufsatze auf verschiedene Lücken in der englischen Geschichte anfmerksam gemacht. Nr. 1133 S. 719 und Nr. 1134 S. 744. wird Herrn Panizzis Verwaltung Udj langsame Katalogisirung angegriffen. Nr. 1135 S. 768 spricht man sich gegen Herrn Bwarts Vorschlag- aus, die Doubletten des britischen Museum an die Provinzialbibliotheken abzugeben, weil von manchen Büchern, z. B. Dugdale's Monasticon häufig 6 oder 7 Exemplare im Lesezimmer des Britischen Museum gebraucht würden. Nach Atbeni Nr. 1135. S. 761 spricht Jam. Fergussun in den: „Observation» on the British .Museum" auch über den Panizzi'schen Katalog, dessen schleunige Vollendung dringend verlangt uud empfohlen wird. Zugleich wird aber die fehlerhalte Einrichtung des vorliegenden Katalogs näher beleuchtet, so wird erwähnt, dass der Katalog Kupferwerke nur nach den begleitenden Noten anführt, z. B. Robert's Syria steht uuter Croly, Robert's Egypt unter Brockedon u. s. f. Wahrhaft lächerlich ist aber Museo Gregorio im Kataloge unter Maximi zu finden, weil das Buch dem Prinzen Massimi dedicirt ist.

Die Erwerbungen des Britischen Museum vom Jahre 1848 werden auch in den Blättern f. litt. Unterhalt. Nr. 179 S. 716- b. aufgeführt, wahrscheinlich nach dem Athenaeum.

Ueber die Stiftsbibliothek zu Kremsmünster, deren ältere Litteratur bei Vogel (Litteratur öffentl. Biblioth. S. 141.) verzeichnet ist, findet sich in: Hagn, das Wirken der Beuedictiner-Abtei Kremsmüuster S. 96 f. nachstehende Notiz: „Die Stiftsbibliotbek war bereits als bedeutend aus dem Mittelalter in die neue Zeit übergetreten. Der durch die Fortschritte der Buchdruckerkunst erleichterte Erwerb von Büchern hatte die Folge, dass nicht bloss die Aebte in grüsserm Cmfange auf Vermehrung derselben bedacht waren, sondern dass es auch einzelnen Geistlichen möglich wurde, Bibliotheken anzulegen, welche nach ihrem Tode ebenfalls dem Stifte anheimfielen. Solche eifrige Büchersammler waren im sechzehnten Jahrhunderte der Prior Leoni]. Forchdorfer und insbesondere Nicolaos Seid, der einer reichen Familie entsprossen, durch Kauf, namentlich in Rom, wo er einige Zeit verweilte, viele Druckwerke und Mnnuscripte aus allen Zweigen der Literatur an sich brachte. Ein vorzüglicher Zuwachs wurde ferner der Bibliothek zu Theil durch den Nachläse des Rectors an der Universität Salzburg, Gregor Wimoerger, dnrch die Büchersammlaagen der Capitularen Ulrich Gnadclstorfer, Tlieodorich Byhers, der auch unier die studierenden Geistlichen und Adeligen an der Akademie viele Werke vertheilte, Oddo Scharz, Marcellin Steger, Dominicas Feilmayr und ganz besonders Cölestin Schirmann, dessen Bibliothek mehr als 10,000 Rande umfasste. Jacob Copisi hinterliess vorzüglich deutsche Classiker, Ullrich Hantenschneider einige tausend Werke über alle Zweige der Littcratur, und auch noter den noch lebenden besitzen Mehrere schätzenswerthe Sammlungen. Als Bibliothekare zeichneten sich aus: Matthias Pierpuumcr, der auf Geheiss des Abts Anton einen Katalog entwarf, Simon Rettenpacher, durch seine grossartigen Einkäufe Air orientalische und Fremd-Litleratur in Rom, Marcellin Knoblauch, der mit den gelehrtesten Männern seiner Zeit (unter Karl VI.) in Briefwechsel stand, Hieronymus Fackler, Silvester Langbayder und in ausgezeichnetem Maasse Rerthold Höger, welcher zu Ende des vorigen Jahrhunderts, als die litterarischen Schätze der aufgehobenen Klöster die Gewölbe der Antiquare füllten, um die billigsten Preise die kostbarsten Werke erwarb. In jüngster Zeit wurde die Bibliothek durch Leo Langthaler neu katalogisirt. Eine Erwähnung verdient hier noch der Laienbruder Thomas Richter (f 1773) der wenigstens 16,000 Bänden der Stiftsbibliothek ihre geschmackvolle Umkleidung gab."

Ans dem Athenäum vom 8- Sept. erfahren wir, dass Hr. Harris in einem Briefe vom 16. Aug. d. J. die Entdeckung einer alten Papyrusrollo berichtet, welche man in der Hand einer Mumie xu Manfalut gefunden hatte. Sie enthält das 18- Buch der Iliade vom 311. Vers an bis zu Ende. Ein Theil der Rolle war in Stücken zerfallen und scheint verloren gegangen zu sein.

Die Liter. Gaz. vom 15. September meldet nach dem Jewish Chronicle, dass man ein Manuscript von Raschi (gewöhnlich Jarchi genannt) einen Commentar der Propheten und Hagiographa enthaltend, aufgefunden habe; derselbe soll mannichfach von dem gedruckten Exemplare dieses „ersten aller Commentatoren" (ras col hamforaschim) abweichen, und wahrscheinlich entweder von dem Verfasser selbst, der im Jahre 1105 starb, oder von einem seiner Schüler geschrieben sein.

Anfragen und Bitten.

1.

Bekanntlich hat Hugo von Trimberg, ehe er seinen „Äenner" schrieb, bereits ein anderes diesem ähnliches Gedicht verfasst, auf welches er auch am Schlüsse des Kenners ausdrücklich hinweist.

Die F. Uettingen-Wallersteinische Fidei-Commiss-Bibliothek zu Kl. Mayhingen besitzt nun aber ein Manuscript, das als Hugo's Kenner bezeichnet ist, jedoch so wesentlich von anderen Handschriften dieses Gedichtes, und von der vom historischen Vereine zu Bamberg besorgten Ausgabe desselben abweicht, dass die Vermuthung, auch wenn es sich in den Schlussworten nicht selbst als „der Sameru beurkundete, wie dies in der That der Fall ist, zulässig erscheint, es sei wirklich der Vorläufer des Kenner.

Sollte sich in irgend einer Bibliothek eine nachgewiesene Handschrift des Sammlers befinden, oder über dieses Gedicht irgendwo schon in ausführlicher Weise berichtet worden sein, so wäre eine Hinweisung hierauf in diesen Blättern, um welche für solchen Fall gebeten wird, sehr wünschenswert!^ und würde mit dem grösstcn Dank erkannt werden.

2.

Der Nürnbergische Arzt Michael Roetenbeck, welcher im Jahre 1633 starb, hatMonumento Norimbergensia1' verfasst, wovon jedoch nur wenige Bogen gedruckt worden sind (Monumenta et inscriptions, quae exstant Noribergae in Templo D. Sebaldi), während das schön geschriebene Original-Manuscript in 6 Quartbänden, welches Fabricius (s. Hist. Bibl. Fabricianae P. V. p. 226.) mit Erlaubniss des damaligen Besitzers an Casp. Sagittarius gesandt hatte, nach des Letzteren Tode nicht mehr zurück zu erhalten war.

Sollte nun dieses immerhin sehr interessante Werk ganz verloren gegangen sein, oder befindet es sich vielleicht doch noch in irgend einer Bibliothek? — Wäre Letzteres der Fall und wollte es auf kurze Zeit dem Unterzeichneten anvertraut werden, so würde derselbe gern dagegen jede beliebige Caution hinterlegen und sich für die gefällige Mittheilung jener Schrift dankbarst verpflichtet fühlen.

Wallerstein.

Freiherr von Löffelholz,

Vorstand der fürst!. Kunst- u. wissenschaftl. Sammlungen.

Verleger: T. 0. Weigel in Leipzig. Druck von C. P. Melzer.

zum

SERAPEITM.

15. Januar. JW h 1849.

Bibliothekordnungen etc., neueste in - und ausländische Litteratur, Anzeigen etc.

Zur Besorgung aller in nachstehenden Bibliographien verzeichneten Bücher raipfehlc ich mich unter Zusicherung schnellster und billigster Bedienung; denen, »flehe mich direct mit resp. Bestellungen beehren, sichere ich die grössten Vorteile zu.

Т. O. Weigel in Leipzig.

В ibliotliek-Ordnungen.

XXX.

Regulativ für die Benutzung der Stadtbibliothek in Leipzig.

§. 1.

Die Stadtbibliothek besteht aus der Hauptbibliothek und der für sich gesondert verwalteten Pölitzischen Bibliothek. Beide unterliegen in der Verwaltung und Benutzung völlig gleichen Bestimmungen.

§. 2.

Die Stadtbibliothek wird dreimal in der Woche, Montags, Mittwochs und Sonnabends von zwei bis vier Uhr, dem Publikum geöffnet. Geschlossen bleibt sie nur vom Bibliotliektage vor Weihnachten bis mit dem Bibliothektage vor dem hohen Neujahre, sowie an den Sonnabenden vor Ostern und Pfingsten und den Mittwochen uach beiden Pesten.

§• 3.

Während der in §. 2. angegebenen ErÖffnungszeit können Bücher ebensowohl im Locale der Bibliothek (und zwar im Sommer im Bibliotheksaale, im Winter in dem Lesezimmer) benutzt, als in die Behausung entliehen werden.

X. Jahrgang.

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