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zahlreichen schwedischen und däuischen Gesetz - Codices gehört) ist auch die einzige, über welche ein guter uud vollständiger Katalog vorhanden.

Indessen hatte man nun durch die Einführung der oben besprochenen ethnographischen Ordnung der gesammten Manuscripte auch das Resultat erzielt, dass die dänischen oder Dänemark betreffenden Handschriften in der Stockholmer Bibliothek, soweit man sie kannte, oder sie von den schwedischen trennen konnte, nach den Formaten an einem Orte aufgestellt wurden. Noch hatte man aber keinen Katalog davon; und als ich während eines kurzen Aufenthaltes in der Hauptstadt Schwedens, im Juli 1842, näher mit diesem Theile der Manuscripte der Bibliothek bekannt zu werden wünschte, konnte ich nirgends durch einen vollständigen Katalog eine Anleitung dazu bekommen. Ich fand dagegen den Zutritt so sehr erleichtert, dass ich wenigstens über die dänischen Handschriften eine Uebersicht bekommen konnte, indem es mir vergönnt war, sie au Ort uud Stelle durchzugehen und mir selbst ein Verzeichoiss darüber zu eutwerfen. Die einzelnen Handschriften zu Abschriften und Auszügen zu benutzen, gestattete mir die Zeit, mit wenigen Ausnahmen, nicht. Ebenso wenig konnte ich meine Untersuchungen auf den herrlichen Schatz dänischer Gesetzcodices ausdehnen, welchen die königliche Bibliothek in Stockholm besitzt: da diese bereits vor mehreren Jahren nach L u n d geschafft wurden, wo Prof. Schlyter sie za seinen herrlichen classischen Ausgaben der alten schwedischen Gesetze benutzt. Ich beschränkte mich somit darauf, die übrigen Handschriften durchzugehen, die in der dänischen Manuscriptenabtheilung gesammelt und aufgestellt waren, zu der mir die Herren Bibliothekare mit Zuvorkommenheit den Zugang gestatteten; wie schon längere Zeit ein solcher zu andern Abtheilungen der Handschriften dem englischen Gelehrten H. G. Stephens geöffnet ist, der Notizen über die wenigen deutschen, angelsächsischen und englischen iManuscripte sammelt, die sich hier finden und nun gerade mit den älteren französischen beschäftigt war.

Ich darf annehmen, dass die nachfolgende kurze Uebersicht über die stockholmschen der alt eren dänischen Geschichte und Literatur angehörenden Haudschriften den Liebhabern derselben nicht unwillkommen sein werde, und dass sie dazu dienen können, bei vorkommenden Fällen, die Aufmerksamkeit auf einzelne wichtige Stücke hinzuleiten. Zu diesen gehört uneigentlich (da die eigentlich historischen Manuscripte, vielleicht mit ein paar Ausnahmen, kaum eine neue Ausbeute für die historischeu Verhältnisse unseres Vaterlandes bieten) die letzte Abtheiluug der zur Mittelalter - Literatur gehörenden Handschriften. Bei der bekannten Armuth an soldier ist jede Erweiterung unsrer Kenutniss von derselben eine für diese wichtige Bereicherung: und ich würde meine Reise nach Stockholm für belohnt halten, wenn ich auch nur diese wenigen Entdeckungen gemacht hätte, obgleich ich nicht ohne Hoffnung bin, weitere brüchte daraus zu ziehen.

1. Fol. FMlippi Cominaei, Rilteres og Herre af Argenson Hystori, vom indeholder Kong Lodwig den xi, och Kong Carl den viii äff Frankrige deris hierninger og JJedrifft, vdhett äff Frankzöske paa Dannske:" (Uebersetzt von M. Hans Mohensen.) 1574.

Mit alphabetischem Register und Vorrede, eigenhändig unterschrieben: „Actum Drachsholm i Augusti. 1605. Arrild Huitfeldl." J)ie Abschrift ist schön und sehr deutlich; nur sind hie und da Wörter berichtigt, ohne Zweifel von Hvidtfelds Hand. Doch scheinen es meist nur Schreibfehler gewesen zu sein.

In der Vorrede äussert sich Hvitfeldt so über Commines: „Ich habe mich oft verwundert, dass ein ungelehrter Mann, der nicht Latein verstund, so etwas Vollkommenes schreiben konnte; wenn ich aber freilich die lange Erfahrung, Uebung und die Gewandtheit in Betracht ziehe . die er bei Hof, im Kriege, wie durch Gesandtschaften sich erworben, so wundre ich mich nicht mehr so sehr und muss zwar bekennen, dass Kenntnisse und Erfahrenheit in Latein und guten Künsten gut und zu schriftstellerischen Arbeiten dienlich sind, dass aber ein verständiger Konf aus Liebling, langer Nützung und Erfahrung das Wesentlichste für sein Werk gewinnt. Daraus können wir den Schluss ziehen: dass Erfahrung — Weisheit und Verstand ausbildet, diese beiden Stücke zusammen aber — Erfahrung und Latein können ein Meisterstück hervorbringen."

Hvitfeldt äussert sich weiter, ,,dass er wünsche, dass dieses Buch, das von Joh. Sleidanus ins Lateinische und ins Deutsche übertragen sei, auch ins Dänische übertragen werde, damit die Dänen statt schlechter Bücher, wie Reinecke Foss, Faustus und dergl. m. lieber sich daran gewöhnen, gute Autores zu lesen, wie Francisais Guicciardinus u. a."

Lieber den Uebersetzer und seine Arbeit äussert Hvitfeldt: ..Der seliçc ßiörn Andersen in Stenolt hat zuerst mit einem ni Frankreich und französischer Sprache wohlbewanderten Mann, Namens M. Hans Magenssön. damals Pfarrer in Giennerup in Schonen, später aber Bischof in Drontheiin, unterhandelt, er solle das Buch ins Dänische übersetzen, welchem Wunsche er auch entsprach."

2. „Cronica Danorum." (Plattdeutsch.) Eine PapierHandschrift in Folio, aus dem vierzehnten Jahrhundert, die eine Chronik von Dänemark enthält von den ältesten Zeiten bis herab zu Waldemar des Dritten Geschichte, und wohl dem grössten Theile nach ein Auszug aus Saxo, oder eine Uebersetzung von Thom. Gheysmer ist, aber doch kaum, oder nur zum Theile, mit dem Texte des bekannten, im 15. Jahrhundert ohne Jahrzahl gedruckten plattdeutschen Auszuges aus Saxo übereinstimmt. Diese Handschrift beginnt mit den Worten:

,,In den Jaren na goddes bort was tho lunden in Schone ein erzbifchop de was gehesen Abfalon, de begerde to retene der koninge eeuuen de yn denemarkeu geweft.1' —

Der Sehhiss von Waldemar des Dritten Geschichte lautet: — ,,dar umme konde he finen willen nicht tho der tiid vullenbringen. Do moste he van nodes wegene van Selande varen, do he dar j. jar geweft hadde. unde vor alfo wedder tho Iutlande."

3. Eine andre Papierhandschrift in Quart, obengenannter

Idattdeutscher Chronik^ gleichfalls im 16. Jahrhundert geschrieten und endigend mit denselben Linien, wie die vorhergehende. Der Anfang der Vorrede ist jedoch etwas verschieden.

4. Dansk Riimkrönike. Papierhandschrift in sehr grossem Folio. Auf dem Titelblatt zu oberst: Demie Bog hör mig Karren Schramm, falige Lauritz Brockenhaffis tili Egefkou, dil: Och haffuer scg sielff latid binde og Schriffue fannne Bog, korseligen beffattes om alle kongernis Historie met deris attmalling for Thtiknmmelfis skiuldt.

Unten am Titelblatt: Karren Schrann meth egheli fandt. Auf dem Einbände 1597.

Die Chronik beginnt mit ,,Houille Dans tader, war en Dommer", und geht bis zu Friedrich's II. Tod.

Jedes Königes Bild ist auf ein eigenes Blatt in voller Lebensgrosse mit Wasserfarben gemalt. Unter jedes von diesen Bildern hat Karen Skram eine kurze Anmerkung oder auch den summarischen Inhalt der Keime geschrieben, von Anfang bis zu Christian I., z. B. Lother Dans Sohn: ,,En Thirann." Skiold: „En god Konge." Halvan. — Frodes Sohn: „Enn Thirann som slo tho att sine brödre ihiell, for hand wille ene raade for Rigeth." Roe: En god Konge, fom lor bygge Roscbylde.'- Amblei „denen Konge givrde seh gall, och faa bleff en mectig Konge." n. s. f.

Die Reime über Ambleth sind ganz aus der alten Reimcbronik abgeschrieben: so folgt sie ihr auch bei den Uebrigen, besonders den älteren Königen, doch nicht ohne Verkürzungen und Abweichungen bei einem Theil der späteren.

5. Eine Handschrift in Octav von Bruder Nielsens Danske Riimkrönike, vom Schlüsse des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts. Dieser Codex ist defect und geht von der Geschichte Amleths bis Waldemar Chriistoffnasen. Mitten heraus sind mehrere Blätter gerissen.

6. Ein Folioband, enthaltend :

a. Vorrede zur dänischen Geschichte. (unvollendet.)
b. Das alte dänische und frühere Königsregister.
c. Vom Reich und Regimente, insbesondre den vier Mo-

narchien.
d. Danorum migrationes et praeclara facinora per univer-

sum fere orbem. (Dänisch.) e. „Om kongeligt Regemente oc huad Ceremonier, som

holdis vdi woris danske Kongers Kroning, vom blett brugt udi kong Fredrich den Andens kroning udi Kiö

benhavn. 1559." (Scheint Original.) f. g. Antiquitates locorom variorum in Regno Daniae. —

Antiquitates Gotlaudiae opera Mag. Ric. Petrei. (Beide

dänisch.) h. Mag. Chr. Petrei „törfe Bog am Konning Dans At

töde.“ Der Anfang: „Der sander y den gamben norske cronicke, som Biscop Islett skreti, at denne konning Dan haffde to Döttre, der enn hedde Drotte, den anden Dagred".... Der Schluss: ,,das haffer nu skreffuit heri Danmarkis Kronike, disse forne 16 Kongers Kronnicker, att alde skullde vide att de waare konping Dans Daaters Börn oc affkomme.“

Vermuthlich sind auch a-d Fragmente von Christ. Pederseni Danske Krönicke. Von h. gibt es Abschriften in den kopenhagener Bibliotheken; vielleicht auch von den übrigen Stücken.

i. Mag. Chr. Petraei Sancti Sebaldi Cronica exscr. 1698. k. Konping Gostavi Adolphi Cronings Historie udi Sverige

Aar 1617. (Mit verschiedenen Actenstücken und Docu

menten.) 7. Fol. Umbra Saxonis Grammatici Danorum Historiographi, tempus et annos singulorum regum Daniae, Interregna quoque et colonias indicans, per Nicol. Petraeum exarata. (Mit einer Widmung an Friedrichs II. Kanzler Niels Kaas.)

8. Ein Folioband (,,ex donatione Dela Gardiani') enthaltend : a. Steph. Johannis Stephanii Chronologiae, Danicae, sy

stema diffusias uberiori narratione, repraefentans varias rerum dapicarum chronologias ex diversis codd. mss.

et aliis monumentis collectas.
b. Antiquitates rerom danicarum a Canuto III ad Marga-

retam. (,, Incerti auctoris, ex. Cod. ms. Reg. Bibl.
Hafniensis Sigo. A.g." - ,,Arnoldus Hwitfelldt pos-
sidet.“ Dem Antiquitäts - Collegium geschenkt von Sam.
Puffendorf. 1687.)
Eine dänische Chronologie ,,ex vetustissimo quodam
codice.“ 1074 - 1255 and 1095 - 1147. Ohne Zwei.
fel aus dem Lateinischen übersetzt.

d. Chronologia rer. danicarum secunda, auct. Cornel. Hams

fortio ab ao. 687 ad a. 1448 ex cod. ms. Bib. Reg.

Hafn, sign. E. 32. e. Chronologia Islandico - Latina 740— 1205 e Cod. membr.

antiquissimo communicavit M. Brynolfus Suenonius. f. Collectanea chronologica ex calendario Martini Petraei

Abb. Sorensis. (Nach den Monaten und Tagen des

Jahres. Januar bis Dezember.) g. Chronologia danica, inchoata a Nic. Petraeo, deducta

per Conr. Aslacum ad a. 1648, cont. ab Olao "Wormio. 9. (E donatione Dela Gardiana.) Ein Folioband, eine bedeutende Anzahl historischer Excerpten und Collectaneen, die sich auf Dänemark beziehen, enthaltend, alle ausgezogen aus Manuscr. von Steph. Joh. Stephanius und geschrieben von seiner eignen feinen, höchst deutlichen und zierlichen Hand.

Unter diesen ist bemerkenswerth: Designatio variorum documentorum et antiquitatum, pertinentium vel ad conscribendam, vel illustrandam Historiam Danicam , quae mihi subiode a Bibliothecario Reg. Academ. Hafn, tradita sunt, inde ab a. 1640. fol. 1—79.)

10. 4o. Documentum de origine Regni Daniae ex Dano Ifraelita. (Mit einer Dedication an Christian IV. vom Verfasser Vilhadus Nicolaus.)

11. 4o. Hermanni Chytraei, Veiani, Rerum Danicarum opascolum in decem libros distinctum.

(In lateinischen Hexametern. Ich halte dies für das origiuale Manuscr. Es ist in gepresstes Leder eingebunden, mit vergoldetem Schnitt. Auf den Seiten des Einbandes Christian des Vierten bekannte Namenschiffer und Symbol: R. F. P., das dänische Wappen und die Jahrszahl 1598.)

12. 4". Eine dänische Kronik in Reimen, von Homer bis Christian IV. (Mit verschiedenen Anhängen, worunter ein langes historisches Gedicht in 150 Versen von Calmars Einnahme durch Christian IV. und eine lange Geschichte in Prosa ,,om flween imellem Siellandt och Skaann: von Hohen, Sifred u. a. Kämpen Thaten. Zum Schluss: „Diese Geschichte ist abgeschrieben in Noseby A. 1603, den 26. und 27. März von einem alten Papier, das auf Latein geschrieben und soll von M. Jon. Jacobsens land sein, der nun Prof. in Kopenhagen ist.“

13. 4". Bertilli Canuti de magnitudine Danica Panegyricus.

Eine zierliche Handschrift; vielleicht von des Verfassers eigner Hand; dem Antiq. - Collegium von dem Gesandten v. d. Coyet geschenkt. Mai 1680.

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